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Von Anfang an basierte die Arbeit von maiz auf einer strategischen Entscheidung, in die dominanten Formen der Wissensproduktion einzugreifen und für Räume zu kämpfen, in denen Migrant*innen sonst abwesend oder ausgeschlossen wären. Wir sind uns auch der Risiken bewusst, die diese Interventionen mit sich bringen – wie Kooptation, Konflikte und die komplexen sozialen Spannungen, die sie erzeugen. Um eine echte Diskussion über den Rassenkapitalismus und seine Verbindung zu Geschlecht und Migration zu führen, forderte maiz die Teilnahme an den Dekolonisierungsbemühungen. Diese Bemühungen zielten darauf ab, die Verbindung zwischen Theorie und Praxis sowie zwischen Bildung und Macht zu analysieren.

Wir beschreiben uns als queer-feministisches, selbstorganisiertes Kollektiv. Unsere Arbeit basiert auf antirassistischen und transfeministischen Perspektiven. Indem wir dies hervorheben, wollten wir betonen, dass unsere Ansichten und Arbeiten von den Arbeiten, Kämpfen und Erfahrungen queerer und trans Menschen getragen, verbunden mit und/oder inspiriert wurden. Hier berücksichtigen wir diese Identitäten und ihre Schnittstellen sowie die von Schwarzen, indigenen Menschen, nicht-binären Menschen, Menschen mit Behinderungen und Migranten, die Marginalisierung ausgesetzt sind und ständig angegriffen werden, ausgelöscht und enormen Schaden ausgesetzt sind. Im Streben nach Transformation verpflichten wir uns einem Feminismus, der in Verbindung, Fürsorge und Solidarität verwurzelt ist – einem, der die Bedingungen schafft, damit alle Menschen gedeihen können.

 

Autonomie
maiz ist ein von Parteien, Kirchen und sonstigen Organisationen unabhängiger Verein.

Selbstorganisation
Die Arbeit von maiz basiert wesentlich auf der Selbstorganisierung von Migrant*innen, jenseits neoliberaler Konzepte (Begriffe wie "Selbstmanagement" oder „Mainstreaming“ lehnen wir entschieden ab).

Kollektive Selbstermächtigung
Wir setzen uns kritisch mit bestehenden Herrschaftsstrukturen auseinander, um sie zu verändern.

Feministisches & kritisches Handeln
maiz ist am Entwurf und an der Realisierung einer Praxis beteiligt, als Beitrag für eine Gesellschaft, die sich nicht als weiß, westeuropäisch, patriarchal, (post-)kolonialistisch und heterosexuell definiert.

Ethische Empörung
ist die Grundlage für unser politisches Handeln.

Partizipation & Selbstvertretung
Wir fordern die gleichberechtigte Beteiligung von Migrant*innen am politischen, kulturellen und sozialen Leben sowie ihre Einbindung in politische Entscheidungsprozesse.

Sexarbeit ist Arbeit
Wir treten für die Anerkennung von Sexarbeit als Erwerbsarbeit ein.

Gleiche Privilegien für alle & das Recht, nicht gleich sein zu müssen
Wir wollen rechtliche, politische, wirtschaftliche und soziale Bedingungen, die allen Menschen – unabhängig von ihrer sozialen und geografischen Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung – ein Leben in Österreich ohne Diskriminierung garantieren.

Kein Mensch ist "tabula rasa"
Migrant*innen kommen nicht als unbeschriebenes Blatt nach Österreich. Sie verfügen über Wissen, Bildung und Fähigkeiten, die anerkannt werden müssen.

Arbeit
Wir fordern ein bedingungsloses Grundeinkommen sowie den freien Zugang zum Arbeitsmarkt für alle.
 

Nie wieder ein Österreich ohne uns, Österreich mit uns...

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